Nicht mehr unter uns...
Wenn man sich mit so vielen Tieren umgibt und viele von ihnen ein ungewisses Alter und Vorleben haben, bleibt es nicht aus, dass wir uns immer wieder mehr oder weniger unvorbereitet für immer von einem unserer Lieblinge verabschieden müssen...
22.07.2011
Morgens gegen acht Uhr
waren noch alle vier Gänse auf der eingezäunten Wiese.
Ein paar Minuten später hörten wir die typischen spitzen, kurzen Rufe, die Gänse ausstoßen, wenn sie nicht mehr alle zusammen sind.
Wir dachen, dass wohl wieder eine von ihnen über den Zaun gekommen ist und den Rückweg nicht schafft. Nach der Mauser passiert es immer wieder einmal, dass die Eine oder Andere Flugversuche unternimmt und tatsächlich ein paar Meter Luftweg schafft...
Dieses Mal waren es ein paar Meter mehr - sie war nicht mehr zu sehen und die anderen drei riefen nach ihr. Leider haben wir die Antwort der Ausflüglerin nicht gehört und sie auch nicht gefunden...
Leider blieben auch ausgedehnte Suchläufe bis in den Abend erfolglos. Mit einem mulmigen Gefühl beendeten wir den Tag und mussten die drei anderen Gänse spürbar mehr als sonst überzeugen in den Stall zu gehen. Es war ihnen deutlich anzumerken, dass sie sich zu dritt nicht komplett fühlten.
Der Samstag verlief ohne eine wirkliche Hoffnung, dass sich die Flugschülerin wieder einfinden könnte...
Sonntagmorgen erhielten wir traurige Gewissheit:
Beim Einfangen der "ausgebüxten" Ziege Moni fand ich einen Teil des Flügels unserer Vermissten. Da hat wohl wieder ein Fuchs seine Chance genutzt...
Jetzt sind nur noch drei Gänse übrig - jetzt darf nichts mehr passieren, sonst wird es für die Verbliebenen zu einsam...
...wird fortgesetzt...




